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Selbstzahler

Es kann einige Vorteile haben, die Psychotherapie Ihres Kindes / Jugendlichen selbst zu zahlen. Es entfallen sämtliche Antragsformalitäten, was zur Folge hat, dass die Therapie sofort beginnen kann. Zwischen Ihnen und mir gibt es dann lediglich einen Behandlungsvertrag.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Dauer und Frequenz der Therapiestunden sehr flexibel sind. Zahlt die (private oder gesetzliche) Krankenversicherung, sind die Anzahl der Therapiestunden und die Dauer von Therapiepausen festgelegt. Zahlen Sie selbst, ist es leichter möglich, in besonders belastenden Phasen oder Krisenzeiten Termine in hoher Frequenz durchzuführen, und dann, wenn Zeit für Alltagserprobungen sein sollen, beispielsweise nur alle zwei Wochen oder monatlich.

Eine Psychotherapie für Ihr Kind / Ihren Jugendlichen selbst zu zahlen hat oft den Effekt einer deutlich höheren Effizienz. Alle Beteiligten sind sorgfältiger vorbereitet, und Übungen, Hausaufgaben und Verhaltensexperimente, die in den Therapiestunden besprochen werden, werden häufig bereitwilliger ausprobiert. Die Therapiestunde ist dann, wenn niemand anderes für sie aufkommt, plötzlich gefühlt "wertvoller" und wird viel intensiver genutzt. Dadurch können Heilungsprozesse manchmal sogar schneller voran gehen.

Die Abrechnung erfolgt wie bei Privatversicherten auf Grundlage der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), die wiederum auf die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) verweist. Die Kosten für eine 50-minütige Therapiestunde (GOP Ziffer Nr. 870, 2,3-facher Steigerungssatz) betragen derzeit 100,55 Euro.